Smarte Gadgets, die unser Leben leichter machen

Das Wort Gadget wird aktuell recht inflationär benutzt und beschreibt quasi alles Coole, was es im Bereich Technik und Lifestyle so gibt. Smartphones sind Gadgets, genauso wie Drohnen oder der neueste Laptop mit dem angebissenen Apfel. Aber auch smarte Geräte sind Gadgets – solche, die man per App steuern kann und die einem das Leben genau darum ein wenig angenehmer machen. Wir haben uns deshalb in den letzten Wochen ein wenig umgeschaut, welche Produkte und Themen gerade „in aller Munde“ sind und wie die „Must-Haves“ dieses Sommers aussehen. Denn sind wir einmal ehrlich: Wir alle haben irgendwie immer ein Auge auf Neues, Spannendes und Cooles – besonders, wenn durch diese smarten Gadgets unser Leben interessanter, spannender oder schlichtweg nur ein bisschen einfacher wird. Hier geht's los mit dem ersten Teil unserer Serie!

Evolve Skateboards – Elektrische Longboards

Bei den Jungen und Junggebliebenen hat in den letzten Jahren ein neues Fortbewegungsmittel Platz gefunden. Wo früher das Skateboard zum Einsatz kam, findet man heute das Longboard. Und zwar zurecht! Ja, die langen Bretter mit den dickeren Achsen und breiteren Rollen sehen zwar nicht ganz so ikonisch aus wie die kleineren, vielseitig anwendbaren Rollbretter, lassen sich aber dafür wesentlich angenehmer fahren. Auf die Spitze treibt es Evolve Skateboards: die Firma stattet ihre Boards mit einem Elektromotor aus, der das Brett und den dazugehörigen Fahrer auf bis zu 40 Stundenkilometer beschleunigt. Gas gibt der Fahrer mit einer Funkfernbedienung, die auch in die Hosentasche passt. So lässt es sich mit den elektro Longboards ganz entspannt cruisen.

Evolve Longboards
Elektrische Longboards von Evolve – Fotocredit: Evolve

Ellipse Fahrradschloss mit App-Steuerung

Wer im urbanen Raum mobil sein will, greift gerne aufs Fahrrad zurück. Ein Problem gibt es bei der Fortbewegung auf zwei Rädern jedoch: Fahrräder werden gerne mal geklaut! Das Schloss schützt dabei meist nur geringfügig, denn mit dem richtigen Werkzeug ist es für Diebe lediglich eine Frage der Zeit, bis das Gefährt unfreiwillig den Besitzer wechselt. Das gilt allerdings nur für die „analogen“ Varianten der Schlösser, denn das smarte Ellipse Fahrradschloss von Hersteller Lattis ist definitiv nicht so leicht zu knacken. Der Besitzer verbindet das Schloss mit dem eigenen Handy und kann es so entriegeln. Via Touchpad kann Ellipse aber auch so geöffnet werden. Diebe auf der Suche nach einem schnellen einfachen Coup werden daran allerdings scheitern, denn dank der Konstruktion ist es händisch schwer zu knacken. Mit einer 256-bit Elliptische-Kurven-Kryptografie haben Hacker ebenfalls keine Chance. Selbiges Verfahren wird zum Beispiel auch bei den deutschen Personalausweisen und den europäischen Reisepässen verwendet. Und falls es doch mal jemand schaffen sollte, das Schloss zu knacken oder es durch einen Unfall beschädigt wird, meldet sich das Ellipse über die passende App sofort. Der integrierte Beschleunigungssensor registriert sogar, wenn der Fahrer abrupt stehen bleibt – wie es etwa bei einem Unfall passiert. Daraufhin fragt die Applikation sofort nach, ob es dem Fahrer gut geht. So kann sofort Hilfe gerufen werden.

Ellipse Fahrradschloss
App-gesteuertes Fahrradschloss von Ellipse – Fotocredit: Ellipse

Drohnen – teuer vs. günstig

Immer beliebter auf dem Gadget-Markt: Drohnen! Dabei ist die Auswahl riesig und der Markt entsprechend unübersichtlich. Beim Kauf stellt man sich häufig die Frage, ob sich die teure Investition in eine Drohne überhaupt lohnt oder ob günstigere Drohnen vollkommen ausreichen. Wir stellen deshalb zwei Varianten für jeden Geldbeutel vor: die DJI Mavic Pro für 850 Euro und die Syma X8HG für 100 Euro.

Mittlerweile lassen sich fast alle Drohnen auf dem Markt einfach bedienen und fliegen – da ist auch die Syma X8HG keine Ausnahme. Die Kamera spielt bei dem Preispunkt natürlich nicht in derselben Liga wie die der DJI Mavic Pro, liefert mit 1080p Aufnahmen bei 30 Frames pro Sekunde aber trotzdem tolle Bilder. Einzelne Aufnahmen sind acht Megapixel groß. Wer der Drohne ein Upgrade verpassen will, der kann die mitgelieferte Kamera sogar mit einer eigenen Action Cam wie etwa einer Rollei oder GoPro tauschen. Das Gimble des Gadgets hält alle gängigen Modelle.

Neben der Kamera muss bei einem Preisunterschied von 750 Euro natürlich an anderer Stelle gespart werden. Zum Beispiel am Akku. Während die DJI Mavic Pro etwa eine halbe Stunde in der Luft bleiben kann, kommt die Syma X8HG gerade einmal auf knappe 10 Minuten. Einen großen Unterschied gibt es außerdem bei der Flugdistanz: Die DJI Mavic Pro entfernt sich bis zu sieben Kilometer vom Steuermann weg, die Syma X8HG nur bis zu 150 Meter weit. Zudem laden die Akkus des günstigen Modells im Vergleich unglaublich lange. Drei Stunden muss der Nutzer warten, bis der Akku wieder voll ist. Bei der teuren Variante von DJI geht das wesentlich schneller. Hier muss mit anderthalb Stunden Wartezeit gerechnet werden, bis der Akkustand wieder bei 100 Prozent steht. Schließlich wäre da noch die Verarbeitung und das Design. Der praktische Aufbau der Mavic Pro erlaubt es zum Beispiel, sie so klein zusammenzufalten, dass sie auch in die kleinste Tasche passt. Daran wäre bei der X8HG nicht zu denken. Dazu kommt eine wesentlich wertigere Verarbeitung beim teuren Modell, welche dem Gerät eine lange Lebensdauer garantiert.

Drohnen für jeden Geldbeutel
DJI Mavic Pro vs. Syma X8HG – Fotocredits: DJII / SYMA

Mini Cube Projector

Wer an einen Beamer denkt, stellt sich meist einen großen, klobigen Kasten vor. So müssen Projektoren aber heutzutage nicht mehr aussehen. Das Start-Up RIF6 hat nämlich einen kleinen Würfel mit HDMI-Anschluss auf den Markt gebracht, der ein gestochen scharfes Bild an die Wand wirft. Das ermöglicht unzählige Einsatzmöglichkeiten. Ein Beispiel: Mit dem Würfel auf dem Nachttisch lässt sich das Bild eines Films nicht nur an die Wand, sondern auch an die Decke werfen. Einem gemütlichen Filmabend im Liegen steht so nichts mehr im Wege und das ohne Nackenschmerzen. Mitgeliefert wird zudem noch ein kleiner, biegbarer Tripod, mit dem der RIF6 Cube nahezu überall befestigt werden kann.

Würfelprojektor von RIF6
Beamer im Würfelformat – Fotocredit: RIF6

Vooni Video Grabber

Retro is always coming back! Oldtimer sind stets beliebt, Laufschuhe aus den Neunzigern feiern aktuell ihr Comeback, Schallplatten verkaufen sich besser denn je und auch analoge Fotografie wird immer populärer. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis alte Camcorder mit VHS-Kassetten wieder beliebt werden! Vooni ist dem Trend hier schon einen Schritt voraus. Mit dem Tool Videograbber lassen sich alte und neue VHS-Kassetten nämlich ganz einfach digitalisieren – sogar ohne Computer! Das smarte Gadget speichert die Videos der jeweiligen Kassette ganz einfach auf der eingeführten micro SD-Karte. Mit einem integrierten AV- und HDMI-Anschluss lassen sich die Videos zudem im Handumdrehen im Großformat auf PC oder Fernseher anschauen. So steht dem VHS-Comeback nichts mehr im Wege!

Smartes Gadget: Vooni Video Grabber
Vooni Video Grabber – Fotocredit: Vooni