Célia Martin vom Viessmann Jaguar eTROPHY Germany Team belegt den elften Platz

Packende Positionskämpfe, spektakuläre Überholmanöver und anspruchsvolle Wetterverhältnisse – die Premiere vor der Kulisse der Weltkulturerbestätte Al-Dirija brachte alles an den Start, was Motorsportherzen höherschlagen lässt. Ein Auftakt nach Maß also für die Jaguar I-PACE eTROPHY, der weltweit ersten Rennserie für rein elektrische Serienfahrzeuge, mit dem Neuseeländer Simon Evans als strahlendem Sieger von Riad.

PACESETTER fasst das Renngeschehen in Riad zusammen.

Die Jaguar I-PACE eTROPHY ist das offizielle Support-Rennen zum jeweiligen Lauf der ABB FIA Formel E. Hier treten im Rahmen der Saison 2018/19 identische
I-PACE eTROPHY Fahrzeuge gegeneinander an. Die sportliche Idee des neugeschaffenen Markenpokals ist klar: Die Grundvoraussetzungen sind für alle erst einmal gleich. Den Unterschied können sich die Teams vor allem beim Setup und der Vorbereitung der Boliden auf das Rennen verschaffen. Wichtiger ist aber noch: Bei der Jagd nach Siegen und Ranglistenpunkten kommt es umso mehr auf die Piloten, ihr Können und den individuellen Fahrstil an.

Simon Evans vom Team Asia New Zealand kam am besten mit der Strecke und den äußeren Bedingungen in Riad zurecht. Der ältere Bruder von Panasonic Jaguar Racing Werksfahrer Mitch Evans sicherte sich mit dem Sieg beim Auftaktrennen seinen Platz in den Motorsport-Geschichtsbüchern.

Simon Evans auf dem Treppchen – Fotocredit: Jaguar
Der glückliche Gewinner Simon Evans ganz oben auf dem Treppchen – Fotocredit: Jaguar

Wüstenregen und satte Motorsport-Action

Kaum zu glauben, aber über Nacht prasselte es heftig auf die Region rund um die Wüstenstadt Riad ein: Ungewöhnlich starker Regen sorgte dafür, dass das Qualifying sprichwörtlich ins Wasser fiel und letztendlich abgesagt werden musste. Die Streckenposten hatten zwar noch versucht, das Wasser von der Strecke zu pumpen, allerdings vergeblich.

Aufgrund der Absage des Qualifyings ergab sich die Startaufstellung aus dem Resultat des Freien Trainings vom Vortag. Das bescherte Simon Evans die erste Poleposition der Saison, die er bis ins Ziel verteidigte. Der Neuseeländer musste sich dabei allerdings über die gesamte Renndistanz von 23 Minuten plus einer Runde den Angriffen von Bryan Sellers (USA) und Sergio Jimenez (Brasilien) erwehren – ein verbissen um jeden Meter geführter Dreierkampf. Erst, als sich der Brasilianer in der vorletzten Runde in einem hautengen Manöver spektakulär am Amerikaner vorbeizwängte und dabei aber etwas Zeit liegen ließ, konnte sich der Kiwi Evans entscheidend nach vorne absetzen. Im Anschluss erklärte er: „Ich bin überglücklich über den Start-Ziel-Sieg. Aber es war kein einfaches Rennen. Schon die Trainingszeiten zeigten, dass es sehr eng werden würde. Jeder will halt das erste Rennen gewinnen.“

Das Feld auf der Strecke in Riad – Fotocredit: Jaguar
Positionskämpfe auf dem Kurs in Riad – Fotocredit: Jaguar

Viessmann eTROPHY Team Germany fährt in die Punkteränge

Lehrgeld gezahlt, aber wenig: Célia Martin im I-PACE eTROPHY Auto vom Viessmann eTROPHY Team Germany wurde in ihrem ersten Autorennen Elfte. „Es war ein schwieriges Rennen für mich, ich hatte Probleme, auf der nassen Strecke das Optimale aus dem Auto herauszuholen“, bekannte die Französin. „Aber die Jaguar I-PACE eTROPHY ist die erste Rennserie für mich und ich freue mich sehr, Rennerfahrung sammeln zu können.“ Für ihren elften Rang wird Célia Martin immerhin mit sechs Punkten in der Fahrerwertung der PRO-AM Driver belohnt.

Der nächste Lauf zur Jaguar I-PACE eTROPHY findet am 16. Februar in Mexiko City statt.