Die schaurig schönen Filmtipps der PACESETTER Redaktion zu Halloween

Süßes oder Saures, mit Halloween ist es ja so eine Sache: Die einen sitzen bereits im Spätsommer über den Plänen für das perfekte Kostüm, während die anderen das Spektakel als lästigen Spuk der amerikanischen Süßwarenindustrie abtun. Egal, auf welcher Seite man letztendlich steht, bei kaltem, düsterem Herbstwetter kommt ein Filmabend oder Serienmarathon immer gut. Machen Sie es sich also auf dem Sofa gemütlich – vielleicht mit Popcorn oder einer Tasse Tee – und stöbern Sie in unseren Film- und Serienvorschlägen für den schaurigsten Tag des Jahres.

Für den Halloween Serienmarathon

The Hunger

Niemand Geringeres als David Bowie und Terence Stamp führen durch die Episoden der Horror-Anthologie-Serie The Hunger. Jede der 20-minütigen Episoden hat ihre ganz eigene in sich abgeschlossene Handlung und zieht den Zuschauer in eine dunkle Welt aus Macht, Geld und verbotener Lust. Immer im Zentrum: die Abgründe der menschlichen Seele, ihre Begierden und Perversionen. Die Produzenten Ridley und Tony Scott schaffen es dabei, eine einzigartig düstere und beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die süchtig macht. Gänsehautfaktor garantiert.

Penny Dreadful

Séancen, Bälle, mysteriöse Artefakte, alte Theater und pompöse Kostüme – Penny Dreadful nimmt uns mit in das viktorianische London des späten 19. Jahrhunderts. In diesem düsteren Szenario verweben sich die Handlungsstränge alter Schauermärchen wie Frankenstein, das Bildnis des Dorian Gray, Dr. Jekyll und Mr. Hyde und Dracula langsam zu einer neuen Geschichte. Die Charaktere werden dabei sehr detailliert gezeichnet, mit viel Raum für die eigene Gefühlswelt und allem was dazu gehört. Dementsprechend kann sich der Cast rund um Eva Green, Josh Hartnett und Alt-Bond Timothy Dalton mehr als sehen lassen. Wer ein Faible für Literatur, düstere Romantik und schauspielerische Glanzleistungen hat, ist mit diesem blutigen Gruselmärchen bestens bedient.

 

Horror-Ikonen und Klassiker der 80er Jahre

Was wäre Halloween ohne die Horror-Ikonen der 80er Jahre? Kaum ein Jahrzehnt hat so viele populäre Kreaturen hervorgebracht, die uns das Fürchten gelehrt haben. Da wäre zum Beispiel Michael Meyers, der stumme Killer mit der weißen Maske, der jedes Jahr zu Halloween sein Unwesen treibt. Oder Jason Voorhees, der seit 1980 am Freitag den Dreizehnten Teenager um die Ecke bringt – sein Markenzeichen: die Eishockey-Maske. Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an einen rot-grün-gestreiften Pullover mit Schlapphut und Klingenhandschuh oder das kleine Liedchen „Eins, zwei – Freddy kommt vorbei“. Na klingelt‘s? Freddy Krüger hindert uns bereits seit 1984 am Einschlafen und wenn wir einmal ehrlich sind, ist das auch definitiv besser so. Egal, ob Sie die Originalfilme mögen oder sich für eine der Neuauflagen entscheiden, für einen eisigen Schauer sorgen die Herren allemal.

 

Der Meister des Horrors: Rob Zombie

Haus der 1.000 Leichen / The Devil’s Rejects

Spricht man über Horrorfilme darf ein Name nicht fehlen – Rob Zombie. Der Musiker und Schock-Rocker hatte schon immer eine Leidenschaft für düstere Filme und lebte sie anfangs mit seinen selbstgedrehten Musikvideos aus – allen gemein eine düster-makabre Ästhetik, wilde Schnitte und kontrastreiche Farbfilter. Mit seinen Filmen Haus der 1.000 Leichen und The Devil’s Rejects feierte Rob Zombie sein Filmdebüt rund um die sadistische Großfamilie Firefly. Brutal, blutig und mit trashigem B-Movie-Charakter schuf er hier zwei abstruse Meisterwerke, die einerseits mit der Faszination für Serienkiller und andererseits mit Stilbrüchen durch Country- und Bluessongs spielen.

Lords of Salem

Lords of Salem dagegen ist ein bildgewaltiger okkulter Hexen-Exzess. Was mit einer Platte und dem ersten Konzert einer vermeintlich neuen Band – den Lords of Salem – beginnt, entpuppt sich wenig später als blutiger Hexensabbat, an dem Hexen Rache an den Nachfahren ihrer Peiniger nehmen wollen. Schließlich war Salem 1692 Schauplatz der berüchtigten Hexenprozesse, die vielen unschuldigen Menschen das Leben kosteten. Egal, für welchen Film Sie sich entscheiden, sie alle tragen Rob Zombies ganz besondere Handschrift.

 

Für Autoliebhaber

Christine

Die Verfilmung von Stephen Kings gleichnamigen Roman hat es ganz schön in sich. Highschool-Schüler Arnie Cunningham restauriert liebevoll einen 1958er Plymouth Fury, der auf den schönen Namen Christine hört. Während der Arbeit ergreift der Wagen langsam aber sicher Besitz von Arnie und verändert seinen Charakter. Als Christine eines Nachts mutwillig von einer Schülergang demoliert wird, beginnt eine rachsüchtige und vor allem mörderische Hetzjagd. Ein PS-starker Grusel, den Regisseur John Carpenter mit einem grandiosen 50er Jahre Soundtrack untermalt hat.

Interceptor – Phantom der Ewigkeit

Eine brutale Punk-Gang zwingt Jugendliche in einer Kleinstadt in Arizona zu Autorennen und kassiert anschließend die Autos als Gewinn ein, wenn sie das Rennen verloren haben. Bei einem dieser Rennen kommt der junge Jamie ums Leben. Doch er kehrt in Gestalt eines Anderen zurück, um sich an der Gang und ihrem Anführer Packard zu rächen. Ausgestattet mit übernatürlichen Kräften und einem unschlagbaren Auto – dem Turbo Interceptor – steht er ab sofort an der Startlinie. Das Ziel: ein Gang-Mitglied nach dem anderen ausschalten...

 

Gruselspaß für Kinder

Hocus Pocus

Vor 300 Jahren haben die Sanderson Schwestern Rache geschworen: Wenn die schwarzflammige Kerze von einer jungfräulichen Kreatur in der Halloween-Nacht entzündet wird, kehren Winifred, Sarah und Mary in die Welt der Sterblichen zurück. Das Ziel: Die Lebensenergie der Kinder von Salem auszusaugen, um für immer jung zu bleiben. Jetzt raten Sie einmal, was im Jahr 1993 an Halloween geschieht. Für Max, seine Schwester Dani, Alison und den sprechenden Kater Binx beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – denn die drei Schwestern haben nur die Halloween-Nacht Zeit, bevor sie für immer vernichtet werden. Ein schriller, lustiger Hexenspaß, der zu Halloween irgendwie dazugehört.

Igor

„Igor, leg den Schalter um!“ – Diesen Satz verbindet man wohl hauptsächlich mit Frankenstein. Das ist jedoch nicht ganz richtig. Im Königreich Malaria gibt es jedes Jahr einen Wettbewerb um die teuflischste Erfindung. Igor, der bucklige Gehilfe eines verrückten, bösen Wissenschaftlers, hat jedoch keine Lust mehr, ständig nur Schalter umzulegen und versucht sich selbst als Erfinder – begleitet von einem Gehirn und einem suizidalen, unsterblichen Kaninchen. Bizarrer, lustiger Zeichentrickspaß für nicht mehr ganz so kleine Kinder.

Hotel Transsilvanien

Auch Monster brauchen Urlaub, das steht fest und dafür gibt es den perfekten Ort: Graf Draculas Hotel Transsilvanien, ein luxuriöses Fünf-Sterne-Resort, in dem Monster und ihre Familien ihre schönsten Urlaubsträume ungestört von Menschen ausleben können. Am 118. Geburtstag seiner Tochter Mavis hat der Graf die berühmtesten Monster der Welt eingeladen – Frankenstein und seine Braut, die Mumie, eine Großfamilie von Werwölfen und viele andere. Die Party könnte so schön werden, wenn da nicht plötzlich Jonathan, ein gewöhnlicher Menschenjunge, zufällig in das Hotel gestolpert wäre und ein Auge auf Mavis geworfen hätte.

 

In diesem Sinne – happy Halloween!