Trendsportart Fatbiken

Auf fetten Reifen durch den Schnee, Sand oder Schlamm cruisen – und dabei einfach nur Spaß haben. Der Trend aus den USA scheint nun auch bei uns in den Bergen angekommen zu sein: Fatbiken. Eine alternative Sportart für alle, die jenseits der Pisten mal was anderes ausprobieren und dabei auf einen entsprechenden Coolness-Faktor nicht verzichten möchten.

Mit dem Fatbike durch den Schnee pflügen

Die Fatbikes kommen ursprünglich aus Alaska und wurden für Schneerennen entwickelt. Erst 2005 kamen die ersten Serienrahmen und Felgen auf den Markt und haben nun auch hierzulande den Wintersportmarkt erobert.

Ob jung oder alt, wenn man auf einem Fatbike durch den schönsten Champagner Powder fährt, kommt man aus dem Grinsen nicht mehr raus. Das Fatbike ist quasi der Geländewagen unter den Fahrrädern. Sand, Schlamm, Schnee – das Fatbike rollt wie kein anderes Rad. Die Reifen mit mindestens 3 Zoll ermöglichen einen erhöhten Grip und sind deswegen perfekt für präparierten Schnee geeignet.

Die Bikes sehen nicht nur extrem lässig aus, auch das Fahren ist damit ziemlich easy. Das Rad entschleunigt, ohne träge zu sein und meistert problemlos kleine Hindernisse. Nur bei Eis ist Vorsicht geboten. Aber das versteht sich von selbst. Ich habe es bereits diverse Male ausprobiert und muss sagen: Fahren auf Schnee hat noch nie so viel Spaß gemacht wie mit einem Fatbike. Sowohl Downhill-Fans als auch normale Fahrradbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten.

Fatbike im Puderschnee
Mit dem Fatbike durch den pudrigen Schnee – Fotocredit: Vanessa Hülse

E-Fatbikes

E-Bikes sind nach wie vor hoch im Kurs. Egal ob Mountainbike oder City-Rad, viel Power oder nur leichte Unterstützung: Mittlerweile ist fast alles möglich. Das gilt auch bei den Fatbikes. Wer einfach nur Downhill auf den Pisten unterwegs ist, braucht ehrlich gesagt keine Motorunterstützung. Man kann entspannt die Bergbahn nach oben nehmen und dann ganz gechillt den Berg runter cruisen, sich im Tiefschnee fallen lassen.

Auch für die ersten Versuche im Tal benötigt man nicht wirklich eine Motorunterstützung. Anders sieht es bei den Trails oder Wanderwegen aus. Ich habe den Selbstversuch gemacht. Gerade wenn viel Schnee liegt, ist eine Motorunterstützung mehr als hilfreich. An der ein oder anderen Stelle wäre ich sonst den Weg kaum oder gar nicht hochgekommen. Daher kommt es ganz auf die Location an, ob man mit oder ohne Unterstützung fährt.

Generell eignen sich verschneite Wander- und Schlittenwege, Skiabfahrten, Singletrails und Rodelbahnen für Fatbikes. Ausprobieren könnt Ihr das Ganze zum Beispiel am Tegernsee, in der Steiermark oder in der Schweiz. Ich selbst war häufiger in Davos, Graubünden, unterwegs und liebe es, wenn ich dort ganz alleine durch den Schnee cruise. Nur die Natur, weicher Powder, mein Bike und ich. Mehr brauche ich nicht, um glücklich zu sein.

Zukünftig werdet Ihr mich aber wohl häufiger am Tegernsee antreffen. Denn eines ist sicher. Mit dem Fatbike fahre ich zwar nicht unbedingt die meisten Kilometer im Jahr, aber mitunter die schönsten. Und da sind die Tegernseer Hausberge einfach unbezahlbar!

 

Mehr über unsere Autorin Vanessa Hülse erfahren Sie auf ihrem Blog.

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