Heizen mit Holz – eine Wohltat für Körper und Seele und noch dazu umweltfreundlich

Wenn der Wind um das Haus pfeift, es draußen ungemütlich und früh dunkel wird, sehnen sich viele nach einem wärmenden, knisternden Kaminfeuer, vor dem es sich nach einem anstrengenden Arbeitstag entspannen und träumen lässt. Tatsächlich hat das Heizen mit Holz viele Vorteile und das nicht nur bezogen auf unser Wohlbefinden.

Für Körper und Seele

Holzöfen und Kamine haben auf den menschlichen Organismus eine ähnliche Wirkung wie natürliche Sonnenwärme: In ihrer Ummantelung aus Kacheln und Schamottestein speichern sie die Hitze des Feuers und geben sie sanft und gleichmäßig an den Raum hab. Diese natürliche Strahlung erwärmt wie Sonnenlicht die Wände sowie die Oberflächen der festen Gegenstände im Raum. Die Raumluft wird dabei weder ausgetrocknet noch überheizt, sondern angenehm temperiert. Auch das Aufwirbeln von Staub wird so verhindert – ein großer Pluspunkt vor allem für Hausstauballergiker. Das Resultat: ein ausgeglichenes, reizarmes Raumklima, das sich wohltuend auf den Körper auswirkt.

Auch unsere Seele profitiert: wohlige Wärme, das meditative Spiel der Flammen, das leise Knistern des Holzes und das kuschlige Geborgenheitsgefühl, das sich nach und nach einstellt – mehr Erholung geht wohl kaum. Holz ist übrigens nicht gleich Holz. Buche gilt als leise und eignet sich perfekt zum Schlummern. Wer vom Knacken und Krachen im Ofen jedoch nicht genug bekommt, sollte stattdessen mit Kiefer heizen – sie ist besonders harzhaltig.

Gemütliches Heizen mit Holz
Feuer sorgt für Gemütlichkeit – Fotocredit: Spartherm GmbH

Für die Umwelt

Grundsätzlich gilt: wer mit Holz oder Pellets heizt, heizt auch CO2-neutral – und damit umweltfreundlich. Denn wenn man alles richtig macht, entstehen bei der Verbrennung lediglich Kohlendioxid, Asche und Wasser. Die Menge an CO2 entspricht dabei der Menge, die der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Mit Holz heizt es sich obendrein weitaus günstiger als mit Öl oder Gas. Wer das Holz dann noch aus regionalem Anbau bezieht, handelt nicht nur besonders verantwortungsbewusst, sondern spart auch bares Geld.  

Wichtig für eine umweltfreundliche Feuerstätte ist allerdings, dass das Holz naturbelassen und lufttrocken ist, das heißt, es sollte etwa zwei Jahre trocken gelagert sein, bevor damit geheizt wird. So bleibt der Feuerraum rußfrei mit nur einem geringen Ascheanfall. Moderne Öfen arbeiten heute mit elektronischer oder manueller Abbrandregelung sauber und sparsam und halten damit auch den hohen gesetzlichen Anforderungen stand.

Sanfte Wärme durch Heizen mit Holz
Gesunde Strahlungswärme – Fotocredit: Spartherm GmbH

Für das Auge

Wer an Holzöfen denkt, hat meist den gemütlichen, eher rustikalen Kachelofen vor Augen. Aber weit gefehlt. Individuell gestaltete Kachelöfen, Heizkamine oder Kaminöfen passen sich jedem Geschmack und Lebensstil an. Egal, ob traditionell, elegant, puristisch oder sachlich – dank moderner Ofenkeramik ist mittlerweile nahezu jeder Stil umsetzbar. Auch ein Mix mit Materialien wie Metall, Lehm, Stahl, Putz oder Naturstein brechen die gewohnten Dimensionen auf und machen den eigenen Ofen zu einem individuellen Einzelstück.

Es muss nicht immer rustikal sein
Modernes und zeitloses Design – Fotocredit: Ofenstudio Frank

Aber welcher soll es denn nun sein?

Heizkamine

Heizkamine passen sich den räumlichen Gegebenheiten an und brauchen nicht viel Platz. Ein weiterer Pluspunkt: in ihrer Heizleistung, der schnellen Wärmeabgabe und der Wärmespeicherung lassen sie sich recht unkompliziert auf den Bedarf und die individuellen Wünsche vor Ort anpassen. Bereits auf kleinstem Raum begeistern sie mit prasselndem Feuer. Im Gegensatz zu offenen Kaminen haben sie einen verschließbaren Feuerraum. Durch eine Panoramascheibe hat man trotzdem freie Sicht auf die Flammenpracht.

Kaminöfen

Kaminöfen verbreiten die Wärme im Raum sehr schnell. Deshalb eignen sie sich auch Frühjahr oder Herbst als Zweitheizung, wenn es sich noch nicht lohnt, die Hauptheizung anzuschalten. Kaminöfen werden bereits anschlussfertig geliefert und betriebsbereit montiert. So ist auch ein Umzug mit Ofen kein Problem.

Ein Kaminofen eignet sich auch besonders gut für das Heizen mit Pellets. Dafür braucht er lediglich eine spezielle Pelletofen-Technik. Via App lassen sich die Öfen bequem von unterwegs aus steuern. So ist es bereits angenehm warm, wenn man nach Hause kommt.

Kachelöfen

Kachelöfen sorgen für stundenlange Strahlungswärme, denn über die Oberfläche ihrer Kacheln strahlen sie gleichmäßig und langanhaltend Wärme ab. Große Scheiben – flach oder über Eck – sorgen für eine nahezu meditatives Erlebnis. Ka­chel­öfen gibt es in den ver­schie­dens­ten Aus­füh­run­gen – von tra­di­tio­nell bis mo­dern, von klein bis groß, von re­du­ziert, schlicht und pu­ris­tisch bis ex­klu­siv und aus­ge­fal­len.

Gemütliches Feuer
Gemütlich und zeitlos – Fotocredit: Ofenstudio Frank

Ein Tipp zum Schluss: Der Fachmann vor Ort weiß am besten, welcher Ofen sich für welches Zuhause eignet. Er übernimmt nicht nur die Planung und Aufstellung, sondern gibt außerdem Tipps zum korrekten Heizen mit Holz.