Wie man die Feiertage achtsam und entspannt übersteht

Lichterketten in Häusern und Straßen, Glühwein, duftende Plätzchen und ein besinnliches Zusammensein. Mit dem Dezember beginnt eigentlich die schönste Zeit des Jahres. Doch leider bedeuten die Feiertage für viele hauptsächlich eines: Stress.

Zu den ohnehin schon allgegenwärtigen Belastungen im Alltag stellen sich Fragen wie: sind alle Geschenke besorgt, das Haus dekoriert, das Menü geplant und die Weihnachtskarten geschrieben?

Als Kinder haben wir uns lange im Voraus auf die Weihnachtszeit gefreut, die Tage gezählt und Heiligabend entgegengefiebert. Der Dezember schien gefühlt der längste Monat des gesamten Jahres zu sein. Heute fliegen die Tage nur so dahin und wir haben das Gefühl, dass wir nichts gebacken bekommen – im wahrsten Sinne des Wortes!

Ist es denn überhaupt irgendwie möglich, Weihnachten mit der Familie so richtig entspannt zu genießen? Was braucht man, um ein besinnliches Weihnachtsfest feiern zu können?

Mein Rezept für Weihnachten 2018:

Liebe 

Die wichtigste Zutat ist natürlich Liebe. Dazu gehört auch die oft vernachlässigte Selbstliebe. Oftmals setzten wir uns so unter Stress, dass wir kaum Zeit haben unser Leben zu genießen. Wir arbeiten, hetzen von Termin zu Termin, wollen Freunde und Familie dabei aber auch nicht vernachlässigen. Wir wollen allen und allem gerecht werden und haben am Ende des Tages schlicht keine Kraft mehr. Meine Empfehlung: Versuche besonders in stressigen Zeiten auch mal nein zu sagen und dir und deinem Körper etwas Gutes zu tun. Gönne dir eine Auszeit mit einem guten Buch oder lass dir ein heißes Bad ein. Ein Mittel, um zur Ruhe zu kommen, sind ätherische Öle. Lavendel zum Beispiel wirkt entspannend und hilft auch bei Schlafstörungen.

Deine Challenge:

Bringe jeden Tag mindesten einen Menschen zum Lächeln – anderen Menschen Liebe zu schenken, ist etwas Wundervolles, was Wärme und Freude zurückgeben kann.

Auszeit mit ätherischen Ölen, einer Tasse Tee und einem Buch
Eine ganz persönliche Auszeit, der Selbstliebe willen – Fotocredit: Hannah Müller-Hillebrand

Essen

Was wäre Weihnachten ohne ein Festtagsmenü? Auch hier lauert Stresspotential: Oma mag keine Tomaten, die Cousine ernährt sich vegan und der Bruder hat eine Gluten-Intoleranz. Gar nicht so einfach also etwas zu finden, womit alle zufrieden sind.

Mein Vorschlag: Ein Buffet, bei dem jeder etwas mitbringt. So hängt die Zubereitung nicht nur an einer Person, sondern ist ein gemeinsames Werk der Familie mit unterschiedlichsten Speisen. Die Beschriftung der einzelnen Gerichte sorgt dafür, dass niemand etwas isst, was er nicht verträgt. Und vielleicht erweitert man auf diese Weise sogar seinen kulinarischen Horizont.

Deine Challenge:

Gestalte das Buffet als kleines Quiz, bei dem man erraten muss, wer welches Gericht mitgebracht hat. Das sorgt für reichlich Gesprächsstoff und vielleicht sogar die ein oder andere Überraschung.

Festtagsmenü mal anders
Das Festtagsmenü als Familienprojekt – Fotocredit: Hannah Müller-Hillebrand

Besinnlichkeit 

Besinnlichkeit – ein Begriff, der immer mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird und dabei fast schon ein wenig antiquiert und ausgedient erscheint. Aber was bedeutet eigentlich besinnlich sein? Sich seiner Sinne bewusst sein? Den Moment mit allen Sinnen zu erfahren? Wir werden konstant mit unterschiedlichsten Einflüssen überflutet und überfordert. Dabei kann man den Alltag sehr leicht achtsam und besinnlich erleben. Mein Rat: Versuche (Weihnachts)musik bewusst zu hören und nicht zu „multitasken“, sondern Zeit für die Musik nehmen und den einzelnen Instrumenten, Klängen und Melodien lauschen. Auch für die Nase kann man ein festliches Aroma schaffen. Orangen gespickt mit Nelken beispielsweise können die Wohnung in eine angenehm weihnachtliche Duftoase verwandeln.

Deine Challenge:

Setze dich an einen gemütlichen Platz und konzentriere dich auf jeden einzelnen deiner Sinne. Was siehst du in dem Moment? Welche Farben, welche Formen? Wenn du alles Sichtbare in deiner Umgebung aufgenommen hast, die Augen schließen und auf das Gehör konzentrieren. Was hörst du? Knarrt der Boden, rauscht der Wind? Spielt irgendwo Musik? Sind es angenehme Töne? Was fühlst du? Sitzt du auf einer warmen Decke oder auf einem harten Stein? Spüre bewusst Textur, Temperatur und Beschaffenheit. Gönne dir die Zeit, Situationen und Augenblicke mit allen Sinnen zu erfassen.

Festliche Aromen mit Organen und Nelken
Weihnachten mit allen Sinnen erfahren – Fotocredit: Hannah Müller-Hillebrand

Dankbarkeit 

Dankbar sollten wir jeden Tag sein, aber besonders in der Weihnachtszeit liegt der Fokus auf dem Danken. Oftmals sind wir so in die Probleme und Herausforderungen des Alltags vertieft, dass wir vergessen, was für ein Glück wir haben. Was macht uns glücklich? Wofür wollen oder sollten wir genau danken? Manchmal gar nicht so einfach alles in Worte zu fassen. Mein Tipp: Jeden Abend einen Moment des Tages benennen, für den man an diesem Tag besonders dankbar ist.

Challenge:

Schreibe 10 Dinge auf, für die du in Zukunft dankbar sein wirst, aber im Präsenz. Formuliere also deine Punkte so, als wären sie schon Realität. So wird dir Bewusst, was deine Wünsche und Ziele sind. Du startest positiv in die Zukunft und somit auch in das neue Jahr.

Dankeslisten und die Herausforderungen des Alltags
Besinnen und Dankbar sein – Fotocredit: Hannah Müller-Hillebrand

In diesem Sinne – achtsame und entspannte Weihnachtstage und einen ausgeglichenen Rutsch in ein glückliches 2019!

Namaste,
Hannah

 

Über unsere Autorin:

Ich bin Hannah, 22 Jahre alt, Yogi, Künstlerin, Studentin und Bloggerin aus Berlin. Ich liebe es, im Alltag kreativ zu werden, meiner Leidenschaft für Achtsamkeit, Gesundheit und Selbstliebe zu folgen und diese auf meinen Social-Media-Kanälen zu teilen. Ich bin verrückt nach Harry Potter, trinke zu viel Kaffee, fühle mich am wohlsten am Meer und liebe den Geruch nach einem kräftigen Regenschauer.

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